Geschenke packen für die Menschen in der Kältehilfe Kurmärkische Straße

Wir – Nachbar*innen im Schöneberger Norden – sind sehr froh, dass es in diesem Winter in der Kurmärkischen Straße 1 – 3 im Rahmen der Kältehilfe Übernachtungsmöglichkeiten für 30 obdachlose Menschen (je 15 Frauen und Männer) gibt. Hier finden sie ein Bett, Duschen, Essen und Getränke vor und erhalten bei Bedarf warme Kleidung.

Zu Weihnachten möchten wir jedem Menschen dort eine Geschenktüte von der Nachbarschaft packen und diese gesammelt in der Kältehilfe abgeben. Wir begrüßen alle Nachbar*innen, die dabei mitmachen möchten. Willkommen sind Dinge des täglichen Bedarfs und möglichst haltbar. Vielleicht habt ihr Kontakt zu einem Laden, der etwas beisteuern kann. Oder ihr möchtet selbst etwas kaufen oder basteln. Unten findet ihr auch Kontodaten, falls ihr euch mit einer Geldspende beteiligen möchtet.

Eure Geschenke bringt bitte am Mittwoch, den 22. Dezember 2021 zwischen 15 und 17 Uhr zur Bülowstraße 94. Gerne könnt ihr dort auch etwas verweilen und andere Nachbar*innen treffen. Wir bereiten heiße Getränke vor. Im Haus gelten die 2G Regeln und Maskenpflicht. Auch die weiteren Hygieneregeln halten wir ein.

Wenn ihr Fragen habt, dann wendet euch bitte an info@jaeger-erich.de .

Konto für Geldspenden
IG Potsdamer Straße
DE83430609671217466500
GENODEM1GLS
Betreff: Kältehilfe 2021

Schon jetzt bedanken wir uns bei der Zwölf Apostel Kirchengemeinde und REWE Berliner Brüder in der Kurfürstenstraße für die angekündigte Unterstützung.

Wir freuen euch auf eure Mithilfe, herzliche Grüße aus der und in die Nachbarschaft 

P.S. Übrigens: Wenn ihr warme Kleidung oder Schlafsäcke habt, dann gebt diese bitte direkt in der Notunterkunft ab. Über diesen Link findet ihr alle Informationen https://ib-berlin.de/kaeltehilfe . Geöffnet ist die Einrichtung ab 18.30 Uhr.

Mieter*innen in der Bülowstraße 94/95 und Frobenstraße 4 solidarisieren sich mit Obdachlosen, Sexarbeiterinnen und Drogenabhängigen

Seid Monaten leben die Mieter*innen – alle sind über 60 Jahre und viele krank oder dement – in den Gewobaghäusern Bülowstraße 94/95 und Frobenstraße 4 in desaströsen Verhältnissen. Mal fällt die Heizung aus, mal funktionieren die Fahrstühle nicht oder geben über 12 Stunden einen schrillen Alarmton von sich bevor der Reparaturservice eintrifft.

Mag dies schon unangenehm genug sein, sind ihre Häuser Rückzugsorte für Menschen, die überhaut kein Unterkunft haben. Obdachlose, Sexarbeiterinnen und Drogenabhängige dringen und klingeln sich in das Haus ein, übernachten dort, verrichten ihre Notdurft, setzen sich Spritzen und hinterlassen den Aufenthaltsort in einem katastrophalen Zustand. Ausführliche Informationen gibt es auf der Webseite www.online-jaeger.de

Die Mieter*innen machen nun die Sache der Menschen, die in ihre Privatsphäre eindringen, zu ihrer eigenen. Während die Stiftung Berliner Leben (gehört zur Gewobag) vom 17. – 19. September 2021 das BÜLOW STREET WKND und den Kiez als hippen Kunstort feiert, machen die Mieter*innen und ihre Unterstützer*innen auf die bedürftige Seite derselben Location aufmerksam.

Solidarität mit den schwachen und schwächsten Menschen im Kiez

Wer die Mieter*innen unterstützen möchte kann folgendes tun:

1.) Druckt das Flugblatt aus (download als pdf), verteilt es, klebt es in eure Fenster, Schaufenster und an andere prominente Orte
2.) Macht mit bei den Aktionen am Wochenende. Meldet euch direkt bei Erich Jaeger. Er ist der Hauptorganisator und kann euch sagen, wie wo und wann ihr dabei sein könnt.
0176 – 44652137 – info@jaeger-erich.de

Wir lassen uns den Mund nicht verbieten – Unser zweites Schreiben

Am 29. Juni veröffentlichten wir unseren Offenen Brief an Bezirksstadtrat Jörn Oltmann, den ihr unter diesem Link nachlesen könnt. Anfang Juli haben wir eine Antwort erhalten, die wir heute wie folgt beantworten.

Wir lassen uns den Mund nicht verbieten

Offener Brief an Bezirksstadtrat Jörn Oltmann (Bündnis 90/Die Grünen) in Tempelhof-Schöneberg


Sehr geehrter Herr Oltmann,

vielen Dank für Ihre Antwort vom 2. Juli 2021.

Bedauerlicherweise sind Sie unserer Bitte nicht nachgekommen, uns das avisierte Rechtsgutachten, auf dem Ihre Entscheidungen basieren, zur Verfügung zu stellen. Statt dessen schreiben Sie: „Das Bezirksamt überlässt das Büro der Stadtteilkoordination keinen landesweiten politischen Initiativen zur Nutzung. Dies gilt mit Rücksicht auf den Gleichbehandlungsgrundsatz unabhängig davon, welche politischen Anliegen verfolgt werden und wer diese Anliegen unterstützt. Einen gleichlautenden Grundsatz verfolgt das Bezirksamt auch in der bezirklichen Nutzungs- und Entgeltordnung.“

Diese Datei ist uns nicht zugänglich und wir bitten Sie nun, uns neben dem erwähnten Rechtsgutachten auch die entsprechende Nutzungs- und Entgeldordnung zukommen zu lassen, damit wir diese Schritte nachvollziehen können.

Sie verweisen auf das lokale Aufgabenspektrum des Stadtteilkoordinationsbüros und befinden, die „Aktivitäten der landesweiten Initiative ´Deutsche Wohnen enteignen“ stehen damit nicht im Einklang“.
Wir sehen das anders:
Erstens ist uns wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass die Initiative anders heißt, nämlich „Deutsche Wohnen & Co enteignen“, denn es geht ja nicht ausschließlich um diesen einen Konzern mit diesem Namen, auch wenn das von Gegnern der Initiative gern als Falschmeldung verbreitet wird. Sondern es geht um alle Konzerne, die in Berlin mit mehr als 3.000 Wohnungen an der Börse spekulieren.

Zum andern haben wir uns an unseren Stadtrat nicht als Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ gewandt, sondern als lokale Initiativen, die seit Jahren im Schöneberger Norden vielfältig, unabhängig und engagiert für ein lebendiges Gemeinwesen tätig sind.

Freilich verstehen wir unsere Arbeit in einem Zusammenhang, etwa gemäß dem Motto „global denken, lokal handeln“. Weil wir wissen, dass sich landesweite Rahmenbedingungen lokal auswirken, verstehen wir unsere Arbeit in diesem Fall als Informationsangebot für jede/n Bürger*in im Schöneberger Norden*. Konkret: Ihnen ist sicherlich auch bekannt, dass sich im Schöneberger Norden Objekte befinden, die Immobilienfirmen gehören, die unter „und Co.“ zusammengefasst sind. Insofern wird der erfolgreiche Volksentscheid der Initiative auch direkte Auswirkungen für die Mieterschaft haben, da sich die lokalen Schöneberger Besitzstrukturen ändern werden.

Im übrigen können wir Ihrer Aufforderung, Behauptungen öffentlich richtig zu stellen, nicht nachkommen. Sie schreiben „Den öffentlich geäußerten Vorwurf, dass man Ihnen den „Mund verbieten wolle“, der „Einschüchterung“ oder der „Zensur“ weise ich zurück. Nichts dergleichen haben das Bezirksamt oder ich unternommen.“ Wir können in dieser Hinsicht nichts richtig stellen, weil wir eine andere Sicht auf das Vorgehen von Ihnen und dem Bezirksamt haben. Deshalb verwehren wir uns auch gegen Ihren Ausdruck „Behauptungen“. Wir haben unsere Beobachtungen und Einschätzungen der Vorgänge wiedergegeben, so wie von uns wahrgenommen.

Wir bestehen darauf, die von uns gewünschten Auskünfte zu erhalten:

1. Zustellung des angekündigten Rechtsgutachtens
2. Zugang zu der erwähnten Nutzungs- und Entgeldordnung

Mit freundlichen Grüßen
Kiezpalaver Schöneberg, IG Potsdamer Straße
Berlin, den 29.6.2021

*Mit Schöneberger Norden beziehen wir uns explizit auf das Gebiet des ehemaligen Quartiersmanagements, da wir hier als IG Potsdamer Straße und dem Schöneberger Kiezpalaver vorrangig tätig sind. Gleichwohl erweitern wir unsere Tätigkeiten auch auf die Bezirksregion Schöneberg Nord oder sogar darüber hinaus, wenn wir dies für sinnvoll erachten.

Die Bewohner*innen in dem Gewobag-Objekt Frobenstraße 4, Bülowstraße 94/95 brauchen dringend die Hilfe der Öffentlichkeit

Seit Monaten bemühen sich die Bewohner*innen gemeinsam mit dem Mieterbeirat, die unzumutbaren Zustände im Wohnobjekt „Seniorenwohnung“ der Gewobag Bülowkiez zu lösen. Im Winter waren für mehrere Tage die Wohnungen kalt, bevor die Gewobag die Heizungsanlage reparierte. (Presseberichte hierzu siehe Ende des Posts)

Mitte April 2021 schalteten die Bewohner*innen eine Homepage unter www.online-jaeger.de frei. Seitdem dokumentieren sie dort die Zustände im Haus in Wort und Bild. Die neueste Dokumentation (Datum 18.7.2021) finden Sie hier
http://online-jaeger.de/video/doku_situation_seniorenwohnhaus_stand_18_07_21.mp4

Am 21.04.21 wandten sie sich mit einem Schreiben direkt an die Bezirksbürgermeisterin Frau Schöttler und den Regierenden Bürgermeister Herrn Müller. Vom Regierenden Bürgermeister Herrn Müller, haben sie bis heute keine Antwort erhalten!
Am 19.05.21 erhielten sie eine Email von Bezirksbürgermeisterin Schöttler, in der sie mehrere Terminvorschläge zu einem Videotreffen machte. Diese fand – gemeinsam mit der Gewobag, Vertreter*innen des Mieterbeirates und Hausbewohner*innen – am 6. Juni statt.

In der Videoschalte erklärte Bezirksbürgermeisterin Schöttler den Vertretern der Gewobag, dass neben dem öffentlichen Bereich, die Gewobag für die Zustände im Seniorenwohnhaus verantwortlich ist. Die Gewobag erklärte hierzu, dass sie alles getan habe und aus Kostengründen den geforderten Sicherheitsdienst ablehne. Zum Abschluss wurde ein vor-Ort-Termin in der Bülowstraße für den 15. Juli 2021 vereinbart.

Am 13.07.21 sandten die Hausbewohner*innen folgende Mail an Frau Schöttler und der Gewobag zur Kenntnis:
Sehr geehrte Frau Schöttler,
unsere Wohn und Lebenssituation hat sich nicht verbessert. Details können Sie der aktuellen Dokumentation entnehmen!
https://online-jaeger.de/video/doku_situation_seniorenwohnhaus_stand_13_07_21.mp4
Wir sind es Leid, wie die Verantwortung zwischen Politik und Gewobag hin- und hergeschoben wird.Wie bereits angekündigt, erwarten wir am 15.07.21 eine akzeptable Lösung.
Sollte es keine Lösung geben, können wir nur noch die Öffentlichkeit einschalten und um Hilfe bitten.
Mit freundlichen Grüßen


Während des Vor-Ort-Termins am 15.07.21 von 10:00 – 11:30 im Innenhof des Objektes befanden alle Anwesenden – Bezirksbürgermeisterin Schöttler, Vertreter*innen der Polizei, Vertreter*innen des Mieterbeirates und Hausbewohner*innen – dass die unzumutbaren Zustände im Wohnobjekt „Seniorenwohnung“ der Gewobag nicht zu akzeptieren seien. Dennoch wurde den Bewohner*innen keine Lösung angeboten – weder eine kurz- noch eine langfristige.

Nun gehen die Bewohner*innen an die Öffentlichkeit und bitten auch die Nachbarschaft um Hilfe.
Wir vom Kiezpalaver Schöneberg, der Interessengemeinschaft Potsdamer Straße und dem Quartiersrat Schöneberger Norden unterstützen die Bewohner*innen in ihren Bemühungen, in den eigenen vier Wänden in Ruhe wohnen zu können. Wir sind mit den Bewohner*innen in Kontakt, sprechen mit ihnen über ihre Forderungen und Möglichkeiten der Umsetzung. Der Quartiersrat Schöneberger Norden wird die Bewohner*innen zu ihrer nächsten Sitzung einladen, damit sie ihre Situation selbst beschreiben können. Und wir werden die Nachbarschaft über den Fortgang der Situation auf dem Laufenden halten.

Mit solidarischen Grüßen 
IG Potsdamer Straße, Kiezpalaver Schöneberg, Quartiersrat Schöneberger Norden

Presseberichte

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/av12/video-mieter-frieren-heizung-ausfall-gewobag-schoeneberg.html
https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/gewobag-laesst-mieter-eine-woche-frieren-li.130011
https://www.berliner-kurier.de/berlin/gewobag-laesst-mieter-eine-woche-lang-frieren-li.130047
https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-ausfall-der-heizung-200-mieter-der-gewobag-frieren-in-ihren-wohnungen/26764086.html

Demo gegen BVV-Beschluss zur Gasometer-Bebauung

Pressemitteilung Berlin, 19.06.2021
Demonstration gegen BVV-Beschluss zur Gasometer-Bebauung
Bürgerinitiative protestiert am 23. Juni 2021 vor dem Rathaus Schöneberg gegen Bebauungspläne, die den Denkmalschutz ignorieren

Zu einer Protestkundgebung gegen den geplanten BVV-Beschluss zur Bebauung des Schöneberger Gasometers ruft die Bürgerinitiative „Gasometer retten!“ für Mittwoch, den 23. Juni 2021, um 16:15 Uhr vor dem Rathaus Schöneberg (John.-F.-Kennedy-Platz) auf. 


Bei der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), die um 17:00 Uhr beginnt, soll über die Planreife für das Vorhaben entschieden werden, das europaweit einzigartige Industriedenkmal fast vollständig zu bebauen. Die Bürgerinitiative fordert, dass beim Bau des geplanten Büroturms im Inneren des Gasometers, wie vom Landesdenkmalamt vorgegeben, die beiden oberen Felder des Stahlgerüsts der stadtbildprägenden Landmarke frei bleiben.

Hintergrund der Demonstration sind die Pläne des Gasometer-Eigentümers und EUREFInvestors Reinhard Müller, den Innenbereich des Industriedenkmals höher zu bebauen, als dies vom Denkmalschutz genehmigt wurde. Diese Pläne haben die Kritik von Denkmalschützer*innen und Anwohner*innen hervorgerufen. Die On- und Offline-Petition „Gasometer retten!“ wurde von mehr als 11.000 Menschen unterzeichnet (www.change.org/gasometer).

In seiner Stellungnahme zum aktuellen Bebauungsplanverfahren hat das Landesdenkmalamt bekräftigt, dass es bereits der bislang vorgesehenen Bebauungshöhe im Jahr 2010 nur „unter Zurückstellung erheblicher denkmalpflegerischer Bedenken“ zugestimmt habe und eine „höhere Bebauung die stadtbildprägende Wirkung und die Ablesbarkeit der technischen Konstruktion des Gasometergerüsts erheblich beeinträchtigen würde“.

Zuletzt haben sich auch internationale Fachorganisationen des Denkmalschutzes wie das Deutsche Nationalkomitee von ICOMOS (International Council on Monuments and Sites) und das Internationale Komitee zur Erhaltung des industriellen Erbes (TICCIH) in einem eindringlichen Appell für die denkmalgerechte Begrenzung der Gasometer-Bebauung eingesetzt. Die beiden Fachberatungsnetzwerke der UNESCO mahnen die Bezirksverordneten: „Bedenken Sie bitte, welche historische Verantwortung Sie mit Ihrem Beschluss über den Bebauungsplan 7-29 tragen“ und warnen, dass mit einer fast vollständigen Bebauung „die Authentizität dieses industriellen Denkmals“ vernichtet würde.

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg und der federführende Baustadtrat Jörn Oltmann (Bündnis 90/Die Grünen), einst selbst heftiger Kritiker der Pläne des EUREF-Investors, haben einer Änderung des Bebauungsplanentwurfs und einer höhere Bebauung bereits zugestimmt (Drucksache 1876/XX vom 08.09.2020). Die endgültige Entscheidung soll nun in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg fallen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Bürgerinitiative „Gasometer retten!“, c/o Johannes Zerger, 0160-97736669, gasometer-retten@web.dewww.gasometer-retten.de

Noch bis 11. Juni – Einwendungen zum Bebauungsplan für die Siedlung „Am Mühlenberg“

Mitten in die Siedlung an der Meraner Straße sollen auf die öffentliche Grünfläche drei Hochhäuser neu gebaut werden. Die Wohnqualität wird durch diese Nachverdichtung und den Grünverlust erheblich beeinträchtigt.

Bis zum 11. Juni 2021 sind Einwendungen zum Bebauungsplan möglich.

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat die Unterlagen zum Bebauungsplan 7-83 öffentlich ausgelegt. Sie können im Bezirksamt und in der Gewerbeeinheit Meraner Str. 31, sowie online eingesehen werden.

Alle Nachbar*innen und Interessierten sind aufgerufen, sich zu beteiligen und dem Bezirksamt ihre Meinung zu dem Vorhaben mitzuteilen.

Mehr Informationen und die Unterlagen finden Sie unter diesem Link

Hinweise für Ihre Einwendungen und eine „Gebrauchsanleitung“ finden Sie ganz unten.

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OFFENER BRANDBRIEF zur Situation der JUGENDKULTUR in BERLIN

Nach jahrelangen Verhandlungen und Gesprächen mit Politiker*innen, einer umfassenden Pressearbeit, kreativen Aktionen und unzähligen (Groß-)Demonstrationen steht es nun endgültig fest: Auch das letzte selbstverwaltete Jugendzentrum muss aus seinen Räumen in Berlin-Schöneberg ausziehen.

Wir sind wütend und erstaunt darüber, dass der Bezirk Tempelhof-Schöneberg und der zuständige Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) das Jugendzentrum Potse — trotz laufender Verhandlungen über mögliche Ausweichquartiere und inmitten eines Lockdowns — am 19. Mai 2021 durch die Berliner Polizei und mit Wohlwollen des Innensenators Andreas Geisel (SPD) räumen lassen will.

In Berlin werden derzeit unzählige Freiräume und Kulturprojekte entmietet, verdrängt und gewaltsam geräumt. Auch vor den Kulturräumen der Berliner Jugend macht das Land Berlin jetzt keinen Halt mehr. Stattdessen soll eine jahrzehntelang gewachsene Jugendkultur in Schöneberg absichtlich zerschlagen und ohne Aussicht auf einen adäquaten Ersatz auf die Straße gesetzt werden.

Was bleibt?

Wie beim Jugendzentrum Drugstore zu beobachten ist, gibt es für dieses, trotz anhaltender Versprechungen seitens der (Bezirks-)Politik, nun seit 2 1/2 Jahren noch immer keine bezugsfertigen Ersatzräume. Dasselbe Schicksal darf der Potse nicht widerfahren, weshalb sie nicht darauf reinfallen werden, erneut auf leere und wertlose Versprechungen von Politker*innen zu hören.

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Dringender Apell an Stadtrat Schworck zur Räumung der Potse

Sehr geehrter Herr Schworck,

dies ist ein gemeinsamer Appel von den unterzeichnenden Gruppen

wir haben erfahren, dass Herr Senator Scheel das alte Zollhaus am Flughafen Tempelhof dem Jugendzentrum Potse als Ersatzraum angeboten hat. Damit scheint nun endlich ein ernsthaftes Angebot von Seiten der Politik vorzuliegen. Es bleibt abzuwarten, ob die notwendigen Voraussetzungen wie Wasser und Toiletten umgehend gewährleistet werden und das Jugendzentrum seine Arbeit wieder aufnehmen kann, einschließlich der von ihnen veranstalteten Konzerte.
Angesichts der Erfahrungen, die das Kollektiv des Drugstores machen musste, verstehen wir das Misstrauen der Jugendlichen in politische Entscheidungsträger

Viele Menschen in Schöneberg schauen jetzt auf Sie und erwarten von Ihnen als Stadtrat ein verantwortungsvolles Handeln.
Wir richten an Sie den dringenden Appell, diese Verhandlungen zu unterstützen und nicht durch eine Räumung der Potse am 19.5. 2021 Tatsachen zu schaffen, die die Verhandlungen vollständig konterkarieren würden. Schöneberg braucht das Jugendzentrum Potse und das Engagement der Jugendlichen!

Unterzeichnet von: 
Kiezpalaver Schöneberg, Quartiersrat Schöneberger Norden, Stadtteil-Forum Tiergarten Süd, Interessengemeinschaft Potsdamer Straße   

Die Urbane Mitte darf so nicht umgesetzt werden

Mitglieder des Kiezpalavers engagieren sich gegen die gegenwärtigen Planungen für die Urbane Mitte im Gleisdreieckpark.

Gemeinsam mit 12 Initiativen waren wir am 14. April 2021 im Stadttentwicklungsausschuss Friedrichshain-Kreuzberg, um Argumente gegen die Planungen vorzubringen.

Ein wichtiger und wiederkehrender Kritikpunkt sind die veralteten oder mangelhaften Gutachten, die bisher für die Genehmigungen herangezogen wurden.

Das von uns erstellte Dossier ist die ausführlichste Argumentation und zeigt die Fehlleitung der Planung. 

Offener Brief an den Berliner Senat und die Regierungsfraktionen gegen die Instrumentalisierung der Rigaer 94 zu Wahlkampfzwecken

Das Kiezpalaver Schöneberg veröffentlicht an dieser Stelle den offenen Brief, der von einigen Aktivist*innen der Berliner Mietenbewegung geschrieben wurde.

Offener Brief an den Berliner Senat und die Regierungsfraktionen gegen die Instrumentalisierung der Rigaer 94 zu Wahlkampfzwecken

Wir sprechen uns gegen die Instrumentalisierung angeblicher Brandschutzmängel in der Rigaer Straße 94 aus. Die Befürwortung eines großen Polizeieinsatzes zur Begehung der Rigaer 94 durch einen Brandgutachter wurde durch das Engagement des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg als das entlarvt, was es war: Ein völlig aus dem Kostenrahmen gefallener Wahlkampfauftakt für Innensenator Geisel und seine Partei, die SPD. Baustadtrat Schmidt hat versucht, eine durch den Innensenator geplante Eskalation zu verhindern. Dies scheint ihm gelungen zu sein. Es hat eine Begehung durch eine Gutachterin des Bezirkes stattgefunden. Bei der Begehung wurden keine gravierenden Mängel festgestellt.

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