Pressemitteilung der G 87

„Die Initiative der Nachbarn der Grunewaldstr. 87 etabliert sich als Kiezinitiative und greift weitere Problematiken des Berliner Kiezlebens auf.

 Nachbarn der G87-Motto
Aktionswoche „30 Minuten für Tempo 30“ vom 23.11. bis zum 30.11.
Vor dem Haus Grunewaldstr. 88, direkt am Zebrastreifen wird leuchtend und laut Fußgängerpräsenz gezeigt:
Vom 23.11. – 27.11.(Mo-Fr)  – täglich 30 Minuten Menschenkette 18 – 18.30 Uhr.
Am 30.11. (Montag)  ganztägiger Aktionstag und  Präsenz von 8.30 bis 18.30.
Im “Delizia” wird informiert und zum Unterschreiben aufgefordert. Ziel sind 1000 Unterschriften für unsere  Einwohneranträge an die  BVV Tempelhof-Schöneberg.
Im Vordergrund steht bei diesem antragunsere Tempo 30-Forderung.
Unterstützer sind eingeladen, in die Straße zu kommen und sich in die Kette der Nachbarn einzureihen. Wer hat, kann eine Warnweste mitbringen, einige liegen auch für „Gäste“ bereit. Für Frostbeulen wird Glühwein angeboten!
Über die Kiezinitiative G87
Die Initiative hat sich im Frühsommer gegründet. Die Grunewaldstraße 87 in Schöneberg ist unter den Namen „G87“ und „Horrorhaus“ bekanntgeworden. Über ein dreiviertel Jahr war unser Alltag von Schmutz, Lärm, menschlichem Elend und Kriminalität bestimmt, Polizei und Medien deswegen unsere täglichen Besucher. Vom „Knall-hart-Entmietungsversuch“ eines skrupellosen Eigentümers über Elendsausbeutung hunderter armer Osteuropäer, zumeist Roma, bis hin zum fremdenfeindlichen Demonstrationsaufmarsch der NPD:
„Es geschahen derart viele Eingriffe in unser Kiezleben, dass wir  Anwohner, monatelang mit einer äußerst vielschichtigen Problemstellung beschäftigt waren. Das hat uns zusammengebracht und das was „Kiez“ meint, erst geschaffen. Und wir reden über alles, was uns angeht, von Spekulantentum und Armutsflucht zu Verkehrspolitik“, so Claudia Daseking aus der Initiative.
Gemeinschaft statt Horror – die Straße ist jetzt nicht ruhig, aber, „normal“.
Normal heißt auch, dass die Bewohner des Hauses 87, wie vielerorts in Berlin, eine ungewisse Zukunft haben: Wer modernisiert ihr Zuhause und zu welchen Kosten? Die Bewohner und ihre Nachbarn stehen im ständigen Austausch, miteinander, mit dem Bezirksamt, mit anderen Häusern in ähnlicher Lage. Auch auf die Romapolitik schaut die Gruppe: Hat der Bezirk, hat der Senat aus dem „Horrorhaus“ gelernt?
Roma, die in Berlin eine Existenz suchen: das ist weiterhin eine Herausforderung, die zu Zeiten, in denen andere Zuwanderergruppen im öffentlichen Fokus stehen, nicht unbearbeitet bleiben darf und menschenwürdig zu klären ist.
„Kurz um: Die Politik möge uns hören und handeln! Unsere Stadt soll menschenfreundlicher werden, so wie auch unsere direkte Nachbarschaft.
Und das fängt an, wo Straßenlärm auf gestresste Ohren trifft  – und hört dort auf, wo Menschen vor unseren Augen an- und umgefahren werden“ so eine Stimme aus der Initiative.
Warum genau hier Tempo 30?
Weil hier eine Kita und ein Kinderspielplatz in unmittelbarer Nähe liegen.
Weil wir an der engsten Stelle der Schöneberger Grunewaldstraße leben, dort, wo von beiden Seiten die Spuren von je zwei auf eine verengt sind.
Weil Autofahrer sich rasend um den vordersten Platz beim Einfädeln Rennen liefern. Zu allem Übel befindet sich genau dort, an schwer einsehbarer Stelle ein Zebrastreifen, der Passanten eine trügerische Sicherheit suggeriert. Hier kommt es immer wieder zu Gefährdungssituationen und Unfällen.
Stimmen aus der Nachbarschaft:
„Weil ich das Reifenquietschen noch im Gartenhaus höre“, sagt Marija Kühn-Dobos aus der Grunewaldstr. 87. „Weil ich sicher über den Zebrastreifen kommen möchte“, sagt Claudia Klug aus der 88. „Krach und Gift“, sagt Hans-Georg Glauber, ein Unterstützer der Initiative.
Gründe gibt es hier viele! Die Zeichen stehen auch außerhalb der Grunewaldstraße auf Tempo 30. Berlin muss Lösungen finden für die überhöhten Stickoxidwerte, die die EU zu Recht anmahnt. Tempo 30 ist in vielerlei Hinsicht ein Schritt in die richtige Richtung!
Über Berichterstattung und Begleitung freuen wir uns!
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2 Gedanken zu “Pressemitteilung der G 87

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