Am Lokdepot: eine städtebauliche und soziale Fehlleistung

Lokdepot

Der Artikel von Paul F. Duwe zeigt, dass der schmückende Wahlspruch des Tagesspiegels „rerum cognoscere causas“ offenbar heute nicht mehr ernst genommen wird. Ansonsten hätte man erwarten können, dass die hochproblematischen Seiten von „Am Lokdepot“ wenigstens gleich gewichtig dargestellt worden wären. Mit dem Bauwerk wird die gemäß Baunutzungsverordnung maximal zulässige bauliche Ausnutzung der Grundstücke ohne Not massiv überschritten. Ignoriert wurde von der Planung auch das Fehlen relevanter infrastruktureller Voraussetzungen gemäß dem Landschafts- und Artenschutzprogramm von SenStadtUm. Schließlich interessierte sich der Autor auch nicht für die spekulativen Abläufe, die zu dieser Form von kosmetischer Stadtverschönerung führten. Die bezogen sich auf eine ehemalige Eisenbahnfläche, also eine Fläche die früher Gemeineigentum war, und wo, wenn sie wirklich bebaut hätte werden müssen, besser kommunaler Wohnungsbau hingehört hätte. Die hochpreisigen Wohnungen der UTB GmbH sind dagegen objektiv überflüssig, weil es diesbezüglich keinen wirklichen Bedarf gibt.

Jörg Simon

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